Rollenwechsel vom Kollegen zur Führungskraft

Viele Unternehmen besetzen Führungspositionen gern aus den eigenen Reihen. Fachliche Qualitäten sind dann häufig ausschlaggebend für die Beförderung einer Fachkraft zur Führungskraft. Zusätzlich zu den neuen Führungsaufgaben kommt die besondere Situation des Rollenwechsels vom Kollegen zum Vorgesetzten. Das Verhältnis zwischen der neuen Führungskraft und den Kollegen verändert sich in Bezug auf die Rollenfunktion. Ein freundschaftliches Verhältnis kann weiterhin bestehen, jedoch sollten dabei einige Punkte beachtet werden.

Transparenz ist wichtig

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter, was sich verändern und was gleichbleiben wird. Erklären Sie ihnen Ihre neuen Aufgaben, wofür Sie zukünftig zuständig sein werden und was unverändert bleiben wird.

Einschränkung von persönlichen Gesprächen – Tabus kennen – 100 % loyal

Beachten Sie, dass persönliche Gespräche, die früher möglich waren, eine Einschränkung erfahren. Unmut oder Ärger über geschäftliche Themen dürfen Sie es nicht mehr gegenüber Ihren (früheren) Kollegen – Ihren jetzigen Mitarbeitern – artikulieren. Als Führungskraft sind Sie Vorbild und loyal gegenüber Ihrem Unternehmen, Ihrer Führungskraft und den Führungskräften auf der gleichen Hierarchieebene.

Bedenken Sie, dass sich jeder Mitarbeiter von Ihnen ebenfalls die Loyalität wünscht. Er möchte Ihnen vertrauen und die Gewissheit haben, dass Sie nicht über ihn sprechen, sondern – wenn etwas anliegt – mit ihm direkt sprechen.

Sie können sich mit Ihren Kollegen durchaus auch privat treffen. Jedoch sollten Themen tabu sein, die in ein Mitarbeitergespräch gehören. Sollte z. B. ein Mitarbeiter sich abends bei Ihnen über seine Arbeit beschweren, dann verlagern Sie das Gespräch auf den nächsten Tag und führen ein offizielles Mitarbeitergespräch. Dort können Sie die Beschwerde des Mitarbeiters anhören und gemeinsam Lösungen entwickeln.

 

Teamzugehörigkeit

Ihr altes „Team“ ist jetzt das Team, welches Sie führen. Sie werden mit der neuen Funktion in ein neues Team – in ein Führungsteam – wechseln. Überlegen Sie sich, wie Sie sich in das neue Team integrieren werden und wie viel Nähe und Distanz ihr „altes Team“ von Ihnen braucht.

Interesse für die Aufgaben des Mitarbeiters

Mit jedem Mitarbeiter wird kurz nach der Übernahme der Führungsposition ein persönliches Gespräch geführt. Im Gespräch werden Fragen des Mitarbeiters geklärt. Auch sollte sich die Führungskraft für die Aufgaben ihres Mitarbeiters interessieren und sich erklären lassen, wo die Herausforderungen liegen und was ihn motiviert.

Positionierung in den Aufgaben

Seien Sie sich Ihrer neuen Aufgaben bewusst. Oftmals neigen Führungskräfte die Tätigkeiten, die sie vor dem Rollenwechsel hatten, genauso weiter zu führen. Überlegen Sie, welche neue Tätigkeiten auf Sie zukommen und welche Tätigkeiten Sie an Ihr Team abgeben werden.

Per Du – per Sie

Ist mit dem Kollegen im Unternehmen das „Du“ ausgemacht, so bleibt es per „Du“. Ein „Du“ kann nicht zurückgezogen werden. Dies gilt nicht in Besprechungen, in denen einige Mitarbeiter gesiezt werden. Hier kann dann ausnahmslos per „Sie“ angesprochen werden.

 

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